Fr

24

Mai

2019

Damit die Jugend nicht nur freitags Politik macht

Vor der Diskussion zur Jugendbeteiligung stellte der SJR-Vorsitzende Achim Biesenbach die Arbeit des SJR vor - Foto: SJR
Vor der Diskussion zur Jugendbeteiligung stellte der SJR-Vorsitzende Achim Biesenbach die Arbeit des SJR vor - Foto: SJR

BUXTEHUDE. Die Legende, dass die Jugend von heute sich nicht für Politik interessiert, widerlegt die Fridays-for-Future-Bewegung zurzeit jeden Freitag. Buxtehuder Politiker hat das dazu gebracht, sich Gedanken darüber zu machen, wie die Jugend stärker in politische Prozesse und Entscheidungen vor Ort eingebunden werden kann.

 

Wie berichtet, hat die FDP/BBG/FWG-Gruppe deshalb beantragt, erneut ein Jugendparlament für Buxtehude einzuführen – mit Antragsrecht in allen Ausschüssen, einem eigenen Budget und einer festen hauptamtlichen Kraft in der Verwaltung, die sich mit einer halben Stelle um Aufbau, Koordinierung und Vernetzung des Jugendparlaments kümmert. Ratsherr Bodo Klages (BBG/FWG) erinnerte im Jugendhilfeausschuss daran, dass auch der Gesetzgeber fordere, Kinder und Jugendliche an kommunalpolitischen Vorhaben und Entscheidungen zu beteiligen. Trotzdem hat die Gruppe ihren Antrag vorerst zurückgezogen, obwohl sie viel Zuspruch für ihren Vorstoß bekam. Bei der Diskussion, die entbrannte, ging es aber nicht darum, ob die Jugend künftig besser beteiligt werden sollte, sondern darum, in welcher Form das am besten funktionieren könnte.

 

Die Geschichte der Jugendbeteiligung in Buxtehude wirkt auf den ersten Blick traurig: Das erste gewählte Jugendparlament startete 2002 hoffnungsvoll und ging nach und nach aus Mangel an Teilnehmern ein. Das 2009 stattdessen ins Leben gerufene, zweimal im Jahr tagende Jugendforum sollte unbürokratischer und flexibler sein und sich vor allem mit konkreten Projekten beschäftigen. Doch auch hier ging die Teilnahme von 60 Jugendlichen pro Treffen in 2009 auf etwa drei pro Sitzung in 2011 zurück, bevor das Jugendforum dann endgültig einschlief.

 

Frühe Beteiligung, führte Bodo Klages an, fördere die Entwicklung der Demokratiefähigkeit. Dafür spricht auch, dass – unter anderen – der SPD-Europaabgeordnete Tiemo Wölken im Buxtehuder Jugendparlament seine ersten parlamentarischen Erfahrungen sammelte, worauf Achim Biesenbach aufmerksam machte, der als Vorsitzender des Stadtjugendrings um eine Einschätzung gebeten worden war.

 

Dennoch sagte der Ausschussvorsitzende Nick Freudenthal (SPD): „Ich weiß nicht, ob ich am Ende ein Jugendparlament haben möchte.“ Dieser Weg sei beim letzten Mal nicht erfolgreich gewesen, weil jungen Leuten damit die Welt der Erwachsenen übergestülpt werde. Er halte es für effektiver, wenn bei jedem Vorhaben, vom Radwegekonzept über den Schulbau bis zum Sportentwicklungskonzept jemand hingehe und frage: „So Leute, was haltet ihr davon?“

 

Bodo Klages führte an, dass die entscheidende Neuerung des aktuellen Vorschlags die Ausstattung mit einer hauptamtlichen Verwaltungsstelle und einem eigenen Budget sei. Achim Biesenbach bestätigte, dass in der Vergangenheit aus seiner Sicht die fehlende Begleitung des Jugendparlaments auf Verwaltungsseite das Hauptproblem gewesen sei.

 

Alexander Krause (CDU) und Klemens Kowalski (Linke) warnten aber davor, mit einer Entscheidung zu diesem Zeitpunkt zu früh Pflöcke einzuschlagen. Das Thema solle zuerst umfassender vorbereitet werden, auch mit Berücksichtigung der freien Träger, sagte Krause. „Vielleicht gibt es auch tolle Ideen, die wir jetzt noch gar nicht kennen“, sagte Kowalski. Daniel Mezger, beigeordnetes Ausschussmitglied vom TSV Altkloster, regte an, öffentliche Gespräche zum Thema zu veranstalten und Jugendliche einzuladen. Letzten Endes sprach sich der Jugendhilfeausschuss einstimmig dafür aus, dass die Stadtjugendpflege beauftragt wird, mit anderen Organisationen, die sich in Buxtehude der Kinder- und Jugendarbeit widmen, einen groben Fahrplan zu einem neuen Modell der Jugendbeteiligung auszuarbeiten. Schon auf dem Weg dahin soll die Jugend einiges zu melden haben.

 

 

www.tageblatt.de von Anping Richter

Mi

15

Mai

2019

Spielmobil ist einmal in der Woche da

"Balu" ist der Name des Anhängers gefüllt mit Outdoor-Spielsachen - Foto: SJR
"Balu" ist der Name des Anhängers gefüllt mit Outdoor-Spielsachen - Foto: SJR

BUXTEHUDE-Heitmannshausen. Erfolgreicher erster Einsatz für das Spielmobil „Balu“ in Heitmannshausen. Zwanzig Kinder waren beim ersten Halt am Buxtehuder Umspannwerk dabei und hatten viel Freude daran, gemeinsam „Vier gewinnt“, Detektiv oder Fußball zu spielen. Als Ausrichter der Spielmobileinsätze ist es der Stadtjugendpflege Buxtehude gemeinsam mit dem Stadtjugendring Buxtehude [sowie der Schülerfirma "Spielmobil Balu" der Jobelmann-Schule in Stade] ein Anliegen, regelmäßige, kostenlose Angebote für Kinder im Randbezirk Heitmannshausen zu schaffen. Alle Kinder, die Lust haben vorbeizukommen, können das vielseitige Equipment des Spielmobils nutzen, neue Spiele unter Anleitung von Mitarbeitern der Stadtjugendpflege ausprobieren oder sich einfach austoben.

 

Das Spielmobil ist einmal wöchentlich, dienstags von 16 bis 18.30 Uhr im Einsatz. Die nächsten Termine sind: Dienstag, 28. Mai; Dienstag, 4. Juni; Dienstag, 18. Juni und Dienstag, 25. Juni.

 

Bei Fragen können sich Interessierte an die Stadtjugendpflege Buxtehude unter Telefon 0 41 61 / 55 52 22 wenden.

 

www.spimo-balu.de

 

www.tageblatt.de  

Do

02

Mai

2019

Sommer Camps 2019 - noch freie Plätze für Israel und Russland - Anmeldeschluss 31. Mai

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Mi

06

Mär

2019

Streit um die Jugendbildungsstätte Hude: Kommunikationsprobleme und zu wenig Personal

Mängel in der Jubi Hude beeinträchtigen die Maßnahmen der verschiedenen Träger. Das soll besser werden, damit wie hier die Jugendleiter-Ausbildung reibungslos verläuft. - Foto: KJR
Mängel in der Jubi Hude beeinträchtigen die Maßnahmen der verschiedenen Träger. Das soll besser werden, damit wie hier die Jugendleiter-Ausbildung reibungslos verläuft. - Foto: KJR

LANDKREIS. Nach Kritik am Zustand der Einrichtung durch die Jugendlichen gibt es bereits erste Verbesserungen. Die Mängel bezogen sich sowohl auf die Ausstattung des Gebäudes als auch auf den baulichen Zustand. Jetzt soll ein neues Nutzungskonzept erarbeitet werden.

 

In den letzten Wochen gab es einige Hinweise auf Mängel in der Jugendbildungsstätte in Estorf-Hude. Die Mängel bezogen sich sowohl auf die Ausstattung des Gebäudes als auch auf den baulichen Zustand. Dabei geht es um vergleichsweise banale Dinge wie, dass nur noch 15 Messer in der Küche vorhanden sind, aber auch um kaputte Lampen bis hin zu Problemen mit der Brandmeldeanlage.

 

Das soll jetzt alles besser werden. Unter anderem hatte die SPD-Kreistagsfraktion einen Fragenkatalog aufgestellt, den die Kreisverwaltung in den meisten Punkten befriedigend beantworten konnte.

 

Die in die Jahre gekommene Beleuchtungsanlage soll komplett erneuert werden. Da dies ein größeres Vorhaben ist, wird es nicht sofort geschehen. Die Küche soll in 2020 erneuert werden. Mittel für entsprechende Planungen wurden bereits im Kreishaushalt berücksichtigt.

 

Eine leistungsfähige Verbindung an das Internet, wie von einigen Nutzern gewünscht, lässt sich aus technischen Gründen nicht kurzfristig herstellen. Im Zuge des Breitbandausbaus ist beabsichtigt, die Jugendbildungsstätte, wie die Schulen im Landkreis, vorrangig in den Ausbauplan aufzunehmen.

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Fr

01

Mär

2019

Ausbildungsmesse: Praktika wecken das Interesse

Viel Andrang in der Halepaghen-Schule: An die 60 Aussteller präsentierten sich bei der Ausbildungsmesse. Fotos: Frank
Viel Andrang in der Halepaghen-Schule: An die 60 Aussteller präsentierten sich bei der Ausbildungsmesse. Fotos: Frank

BUXTEHUDE. „Mehr Ausbildungsstellen, weniger Bewerber“ meldete die Agentur für Arbeit für den Landkreis Stade. Für ihre Berufe warben am Donnerstag knapp 60 Firmen bei der Buxtehuder Ausbildungsmesse. Probleme, Azubis zu finden, haben aber nicht alle Unternehmen.

 

Die Gänge der Halepaghen-Schule sind rappelvoll. An Stehtischen werden Gespräche geführt, Flyer wechseln von Unternehmen zu interessierten Schülern, Arbeitsmaterialien werden ausgestellt. Im Ausbildungsjahr 2017/18 gab es nach Informationen der Agentur für Arbeit 3909 Ausbildungsstellen im Landkreis Stade, 268 davon blieben unbesetzt. Dass es schwerer wird, Auszubildende zu finden, bestätigen auch viele Firmen auf der Messe.

 

Mark Roßbach steht hinter einem Tisch mit Werkzeugen und Rohrteilen. Er vertritt die Firma „Wilhelm Wähler Tief- und Rohrleitungsbau“ aus Seevetal (Landkreis Harburg), die Tiefbaufacharbeiter mit den Schwerpunkten Rohrleitungs- und Kanalbau ausbildet. „Wir sind weit entfernt davon, genug Auszubildende zu finden“, sagt er. Gerade im Handwerk müssten die Unternehmen viel Werbung machen. Viele, gerade kleinere Betriebe, seien eher unbekannt und die Jugendlichen wüssten nicht, welche Karrieremöglichkeiten sich im Handwerk bieten würden. Was hilft? Praktika, ist sich Roßbach sicher. Die Leistungen potenzieller Bewerber im Praktikum seien für sein Unternehmen letztlich auch ausschlaggebender als Schulnoten.

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Telefonnummern

Spielmobil: 0152-04933305

Sprinter: 0175-8706521

SJR-Büro (AB): 04161-2981

 

Terminhinweise

Sommer Camp Israel

16 bis 19 Jahre

22. Juli - 08. August 2019

-> weitere Infos

International Youth Camp Lazurny (Russland)

18 bis 22 Jahre

21. Juli bis 5. August 2019

-> weitere Infos