Di

05

Mai

2015

Jugendgästehaus und Freizeithaus – alles neu macht der Mai?

Reaktion des Stadtjugendrings (SJR) auf den Tageblatt-Bericht „Politik will Jugendherberge“ vom 2.5.15 von Björn Vasel

Die Forderung aus Reihen der Buxtehuder Politik, in Buxtehude eine Unterbringungsmöglichkeit für Jugendgruppen, Sportmannschaften, Austauschgruppen und Dergleichen vorzuhalten, ist absolut berechtigt und angesichts der erst 2017 vorgesehenen Sanierung des Jugendgästehauses leider noch in weiter Ferne. Dabei ist das vorhandene – zurzeit aber nicht nutzbare – Jugendgästehaus am Jahnstadion eine preisgünstige Unterkunft für sich selbstversorgende Gruppen, nicht zuletzt aufgrund der zentralen, bahnhofsnahen Lage. Kurzum eine hervorragende Einrichtung – wenn eine Nutzung denn wieder möglich wird.

 

Jugendgästehaus oder Jugendherberge

 

Der Charme des Jugendgästehauses liegt in der Selbstversorgung, wodurch der Personalaufwand für den laufenden Betrieb und folglich auch die Übernachtungskosten der Gäste gering ausfallen. Anders bei Jugendherbergen, bei denen ein wirtschaftlich sinnvoller Betrieb nach Auskunft des Deutschen Jugendherbergsverbandes erst ab mindestens 100 Betten gegeben ist.

 

Abgesehen von dem Verlust einer wertvollen Jugendeinrichtung mit einer von zwei funktionstüchtigen Bühnen in der Stadt und den Kosten für eine Ersatzeinrichtung würde ein Umbau des Freizeithauses in eine Jugendherberge selbst weitere Kosten verursachen und dennoch - aufgrund der zu geringen Bettenanzahl - wirtschaftlich nicht ohne größere Subventionen auskommen können.

 

Unabhängig von der räumlichen Situation bezweifelt nicht nur der Jugendherbergsverband, dass neben den vorhandenen Jugendherbergen in Hamburg und Stade noch weiterer Bedarf für eine zusätzliche, große Einrichtung in Buxtehude besteht.

 

Insofern stellt eine Sanierung des Jugendgästehauses kurzfristig die sinnvollste Alternative dar, je früher desto besser. „Anstatt sich für Luftschlösser einzusetzen, sollte die Politik eher auf eine frühere Sanierung – möglicherweise schrittweise – dringen um das Jugendgästehaus zeitnah wieder öffnen zu können“, so der SJR-Vorsitzende Achim Biesenbach. Der SJR ist der Überzeugung, die erforderlichen Umbaumaßnahmen könnten unter Regie eines freien Trägers – der TSV Buxtehude-Altkloster hatte hier in der Vergangenheit Interesse geäußert – preiswerter als von der Verwaltung kalkuliert durchgeführt werden und es blieben Mittel übrig für weitere sinnvolle Verbesserungen am Haus wie ein jugendgerechter Innenanstrich und WLAN für die Besucher.

 

Sollte mittelfristig dennoch ein größerer Bedarf an Übernachtungen in Buxtehude bestehen, der über die – nach Sanierung vorhandenen – Kapazitäten des Jugendgästehauses hinausgeht, sollte vielmehr über die Einrichtung eines Jugendzeltplatzes nachgedacht werden. Vorbild hierfür könnte der erfolgreiche Zeltplatz des Stadtjugendrings Wolfsburg sein.

Nutzungskonzept des Freizeithauses

 

Während Vertreter von FDP, Grünen und BBG/FWG den Betrieb des Freizeithauses kritisieren, ist das vor weniger als zwei Jahren eingeleitete neue Nutzungskonzept aus Sicht des Stadtjugendringes in der Umsetzung bereits erfolgreich: Erste Vereine (u.a. die Tipp-Kicker der TFG 80 und das Buxtehuder Stadtorchester) sind mit ihren regelmäßigen Wochenstunden ins Freizeithaus gezogen und die offenen Angebote der Jugendpflege mit 4 Öffnungsnachmittagen wöchentlich werden von überwiegend Jugendlichen so gut angenommen wie seit Jahren nicht. „Zwischen 30 und 50 Besucher pro Öffnungstag sind ein guter Beleg für ein bedarfsgerechtes Angebot und ein Beleg für den Erfolg des neuen Nutzungskonzeptes“, erläutert Achim Biesenbach die Sicht des SJR.

 

Vormittags – wenn die Zielgruppe des Hauses in der Schule ist – nutzen Mutter-Kind-Gruppen das Freizeithaus, aber eine weitere Nutzung wäre sicherlich möglich und wünschenswert. Allerdings sollte das Freizeithaus primär ein Haus der Jugend bleiben und am Nachmittag, Abend und Wochenende vorrangig für Jugendprogramme jeglicher Art genutzt werden, angefangen von offenen Angeboten über Ferienspaß, Jugendgruppen und Jugendleiterausbildungen bis zu Musikevents wie „My Six Stages“ und vielleicht künftig zusätzliche Kurse der Jungen VHS.

 

Allerdings haben Stadt und Politik sich eine Beschränkung der Nutzung durch Jugendgruppen und deren Angebote selbst auferlegt: Kirchliche Gruppen wie die Evangelische Jugend dürfen das FZH ebenso wenig nutzen wie die politischen Jugendorganisationen der Parteien, obwohl alle diese Gruppen unbestritten wertvolle Jugendarbeit in der Stadt leisten und das FZH gerne nutzen würden - der SJR bemängelt diese Praxis bereits seit längerem.

 

Mo

20

Apr

2015

Stadtjugendring-Delegation in Israel

Nitzan Aviv von Migvanim (Mitte) erläutert der Gruppe die Gedenkminute - kurz darauf stand der gesamte Verkehr im Land still
Nitzan Aviv von Migvanim (Mitte) erläutert der Gruppe die Gedenkminute - kurz darauf stand der gesamte Verkehr im Land still

(Buxtehude/Ramat Hasharon) Yom Hashoa heißt der israelische Nationalfeiertag und Holocaust-Gedenktag, der mit Gedenkveranstaltungen in jeder Kommune sowie einer landesweiten Schweigeminute begangen wird. Den diesjährigen Gedenktag konnte eine 10-köpfige Delegation des Stadtjugendringes (SJR) zusammen mit israelischen Austauschteilnehmern begehen und erleben. Zuvor hatte die Austauschgruppe gemeinsam die nationale Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem besucht. "Das gemeinsame Gedenken der Holocaust-Opfer und die Lehren daraus auf die heutige Zeit zu übertragen, z.B. auf die jüngsten Übergriffe auf Flüchtlinge, ist fester Bestandteil eines Israel-Austausches“, erläutert der SJR-Vorsitzende Achim Biesenbach.

 

Insgesamt eine Woche sind aktive Jugendleiter des Stadtjugendrings sowie aus der evangelischen Jugend St. Petri, St. Paulus und St. Marien, der katholischen Jugend, der Lebenshilfe sowie der United Dragons nach Ramat Hasharon gereist. In Ramat Hasharon, einer rd. 48.000 Einwohner zählenden Vorstadt von Tel Aviv, ist der israelische Partnerverband Migvanim ansässig.

Nitzan Aviv bei seinem Besuch in Buxtehude im vergangenen Jahr - hier beim Kinderforum des SJR in der Sagekuhle
Nitzan Aviv bei seinem Besuch in Buxtehude im vergangenen Jahr - hier beim Kinderforum des SJR in der Sagekuhle

Migvanim und Stadtjugendring haben die Kooperation im vergangenen Jahr begonnen. Frank-Christian Harder, Projektleiter für den Israel-Austausch beim SJR, und Nitzan Aviv, Geschäftsführer von Migvanim, haben bei jeweils einem Besuch und Gegenbesuch den Grundstein für den diesjährigen Staff Exchange bzw. Jugendleiteraustausch gelegt, bei dem 10 deutsche und israelische Jugendleiter sich gegenseitig jeweils eine Woche besuchen. "Migvanim und SJR haben beide großes Interesse am interkulturellen Austausch, ähnliche Strukturen und Visionen - wir passen einfach hervorragend zusammen“, fasst Frank-Christian Harder zusammen.


Migvanim ist genauso wie der Stadtjugendring Buxtehude eine gemeinnützige Organisation der Jugendpflege sowie der außerschulischen Jugendbildung und betreibt über 50 Kindertagesstätten und 7 Familien- und Jugendzentren. Die Angebote der Jugendarbeit einander an Ort und Stelle vorzustellen, Unterschiede in Umfeld und Kultur kennen zu lernen und dabei neue Impulse für die eigene Arbeit zu erhalten ist ein zentrales Ziel des Jugendleiteraustausches.

 

Wesentlichen Einfluss auf die Ausgestaltung der Jugendarbeit hat die latente Bedrohung Israels durch sämtliche Nachbarländer und die nur wenige Kilometer entfernt operierende Hamas im Westjordanland. Einerseits gehört der Umgang mit der Bedrohung zum täglichen Leben dazu, indem z.B. ein unterirdischer Luftschutzbunker neben einem Jugendzentrum als Musikraum genutzt wird und im Notfall in wenigen Minuten wieder in einen voll einsatzfähigen Bunker umgewandelt werden kann. Andererseits führt die aus der Sicherheitslage resultierende allgemeine Wehrpflicht von zwei bzw. drei Jahren dazu, dass praktisch keine 18- bis 20-jährigen in der Jugendarbeit aktiv sein können.

 

Miri Eisin, ehemalige Offizierin der israelischen Armee, ehemalige Regierungssprecherin des israelischen Premierministers Ehud Olmert, jetzige Hochschulprofessorin und Vorstandsmitglied von Migvanim, traft die Buxtehuder Delegation in Alfei Menashe, einer israelischen Westbank-Siedlung mit 8.000 Einwohnern, die zu 90% von dem Sicherheitszaun zwischen israelischen und palästinensischen Gebieten umgeben ist. Dabei wurde deutlich, wie räumlich nahe von der Hamas kontrollierte Städte an israelischen Großstädten liegen und ein Primat auf Sicherheit zwangsläufig zu einer Einschränkung der Palästinenser führt. Im Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern könne es daher keine einfachen Antworten und Lösungen geben.

 

Deutsche und israelische Jugendleiter in Jerusalem mit dem Felsendom im Hintergrund (auf dem Dach des Österreichischen Hospizes im arabischen Teil der Altstadt)
Deutsche und israelische Jugendleiter in Jerusalem mit dem Felsendom im Hintergrund (auf dem Dach des Österreichischen Hospizes im arabischen Teil der Altstadt)

Beide Partnerverbände verfolgen einen langfristig ausgerichteten Ansatz und setzen daher auf vielfältige Bekanntschaften und Kontakte zwischen beiden Städten und Verbänden, nicht zuletzt um sicherzustellen, dass die jährlich stattfindenden Austauschfahrten auf einem breiten Netzwerk fußen. Dazu trugen die geselligen Teile des Israel-Besuchs bei: Auf dem Programm standen gemeinsame Ausfahrten in ein Kibbuz, nach Jerusalem und ans Tote Meer, ein Abend mit israelischem Volkstanz sowie Begehen des Sabbat im familiären Kreis. "History is what brought Germans and Israelis together, friendship is what we share now," fasst Marty Maskowitz, Austauschkoordinator bei Migvanim, den ersten Teil des Austausches zwischen Ramat Hasharon und Buxtehude zusammen.

 

Der zweite Teil des Austausches wird Ende Mai in Buxtehude und Hamburg stattfinden und dient der weiteren Vertiefung der Zusammenarbeit. Für das kommende Jahr ist erstmalig ein Jugendaustausch für 16- bis 19-jährige Teilnehmer aus Buxtehude und Ramat Hasharon in den Sommerferien geplant. Die inhaltliche und personelle Vorbereitung darauf wurde mit gemeinsamen Workshops bereits begonnen.

 

So

12

Apr

2015

Kinderforum bleibt noch geschlossen

In den Ferien ist das Kinderforum (Kifo) in der Sagekuhle üblicherweise nicht geöffnet (stattdessen gibt es jeden Tag Aktionen im Rahmen des Ferienspassprogramms der Stadtjugendpflege). Doch leider kann das Kifo die Türen nach den Ferien noch nicht wieder öffnen. Aufgrund eines Vadalismusschadens während der Ferien sind sicherheitsrelevante Reparaturarbeiten durchzuführen, bevor der normale Betrieb wieder stattfinden kann. Trotz intensiver Bemühungen des Stadtjugendrings und der Stadtjugendpflege um schnelle Abhilfe wird die unfreiwillige Schließung voraussichtlich bis 25. April andauern. 

Fr

06

Mär

2015

Jugendleiteraustausch mit Israel - wieder 1 Platz frei

die Buxtehuder Jugendleiter-Delegation bei dem Vorbereitungstreffen im Freizeithaus
die Buxtehuder Jugendleiter-Delegation bei dem Vorbereitungstreffen im Freizeithaus

Eine Jugendleiter-Delegation aus dem Stadtjugendring und dem Jugendring angeschlossenen Vereinen nimmt an einem bilateralen Austauschprogramm mit Israel teil. Die Buxtehuder Delegation des Stadtjugendrings (SJR) fährt vom 13. bis 19. April für 7 Tage nach Ramat Hasharon, einen Vorort von Tel Aviv, und wird im Rahmen des abwechslungsreichen Programms die Jugendarbeit in einer jungen, von Zuwanderung geprägten Pendlerstadt in Israel kennen lernen. Sechs Wochen später, vom 25. bis 31. Mai, wird die israelische Jugendleiter-Delegation des Partnerverbandes Migvanim in Buxtehude zu Gast sein.

 

Auf einem Vorbereitungs-Workshop konnte sich die Buxtehuder Gruppe erstmalig persönlich austauschen. Neben einer Einführung in die israelische Landeskunde und die Vorstellung des Programms für den Israel-Besuch, wurde das in Buxtehude und Umgebung stattfindende Programm gemeinsam entwickelt. Dabei steht die Vorstellung der vielfältigen und auf viele verschiedene Träger verteilten Angebote der Jugendarbeit in Buxtehude sowie das duale Ausbildungssystem im Vordergrund der Aktivitäten. Ein großer Schwerpunkt beider Teile der Begegnung wird zudem die Vermittlung des Schoah/Holocaustgedenkens sein.

 

1 Platz ist wieder frei

Aufgrund einer kurzfristigen Absage ist wieder ein Teilnehmerplatz für den Jugendleiteraustausch im April und Mai frei. Interessierte Jugendleiter sind mindestens 18 Jahre alt, haben eine Jugendleiterausbildung absolviert und sind bei einem Buxtehuder Verein in der Jugendarbeit tätig.

 

Der Teilnehmerbeitrag beträgt 250 € für Anreise, Unterkunft mit Vollpension und Programm für beide Teile des Austausches. Anmeldungen zur Fahrt sind online unter www.sjr-buxtehude.de bis Freitag, den 13. März 2015, möglich. Kontaktdaten für Rückfragen: per Email an ib@sjr-buxtehude.de oder telefonisch unter 04161 / 2981 – bitte besprechen Sie den Anrufbeantworter.

Terminhinweise

Ferienfahrt 2015 nach Schweden:

25. Juli - 08. August 2015

 

zur Anmeldung für die Warteliste

Stadtjugendring Mitgliederversammlung:


Mi., 27. Mai, 19 Uhr, Gemeindehaus St. Paulus, Finkenstraße


und


Do., 9. Juli, 19.30 Uhr,
Ort n.n.